Laut einer Mitglieder:innen-Befragung des Österreichischen Alpenvereins (2012) verwenden im Bergsport fast 90% der Befragten einen eigenen PKW für die Anreise und nur ca. 10% der Befragten reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Das Problem: Eine Planung der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad scheint häufig zeitintensiv und aufwändig.

Um die Planung einer klimafreundlichen Anreise zu den Klettergebieten zu erleichtern, finden die Leser:innen in dem Guidebook von Lena Müller und Deniz Scheerer (Herausgeberin: Zukunftsschmiede Innsbruck) detaillierte Anreisebeschreibungen für 21 Tiroler Klettergebiete, die mit Bus, Bahn, Rad und zu Fuß aus Innsbruck und Umgebung erreicht werden können. Eine Vielzahl an hochwertigen Informationen und nützlichem Wissen zu den Themen nachhaltige Mobilität, Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, Klimakrise und Naturverträglichkeit rundet das Guidebook ab.

Herkömmliche Kletterführer beziehen sich lediglich auf die Beschreibung der Klettergebiete und deren Routen. Broschüren und Fachliteratur zum Thema Nachhaltigkeit und Mobilität erreichen dagegen meist nur jene Menschen, die sich bereits für das Thema interessieren.

Der "Klimafreundlich zum Klettern" Führer vereint beides: den Kletterführer, der einen Überblick über die Gebiete gibt, und spannende Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit und Mobilität.

Und das Schönste daran ist, dass er allen Kletter*innen und Interessierten zur freien Verfügung steht, denn nachhaltige Mobilität sollte für alle zugänglich sein! Ermöglicht wurde dies durch die großzügige Unterstützung der Fördergeber:innen VAUDE Sport Albrecht von Dewitz Stiftung, dem Land Tirol, der ÖBB, ORTOVOX und POW Germany e.V. sowie der Kooperation mit Climbers Paradise Tirol.

Stolze Führerautorinnen: Deniz Scheerer und Lena Müller (c) Alena Klinger

Ski- oder Schneeschuhtouren führen immer wieder durch Wildruhezonen. Lösungen für dieses Problem untersucht Arne Schwietering vom Bayreuther Lehrstuhl Sportökologie in seinem Projekt „Digital Ranger“. 

025 Digital Ranger high

Outdoorsport wird heute mehrheitlich über Apps und Outdoorplattformen geplant. Dabei werden häufig Touren von Nutzer*innen erstellt und genutzt, die den Naturschutzregulierungen der Landkreise, Naturparke und Naturschutzorganisationen widersprechen. Um diesem Problem zu begegnen, erarbeitet das Forschungsprojekt „Digital Ranger“ welche Informationen auf welche Art und Weise bei Outdoorplattformen bereitgestellt werden müssen, um ein naturverträgliches Sporterlebnis zu fördern.  

In der Projektphase arbeitet die Bayreuther Sportökologie mit dem Naturpark Fichtelgebirge e.V., dem Naturpark Nagelfluhkette e.V., dem Adventure Campus der Hochschule Treuchtlingen sowie dem Digitize the Planet e.V. und der Outdooractive AG zusammen. Aufbauend auf erfolgreichen Best-Practice-Beispielen werden verschiedene Wege der digitalen Informationsbereitstellung in Outdoorplattformen implementiert. Durch automatisierte Erhebungen im Gelände mittels Kamerafallen und die Auswertung digitaler Daten von Outdoorplattformen wird die Auswirkung der Maßnahmen auf das Verhalten der Sportler*innen quantifiziert. Befragungen der Outdoorsportler*innen nach den Gründen und der Motivation ihres Verhaltens werden weitere Schlüsse ermöglichen.

Mit dem Naturpark Nagelfluhkette e.V. und dem Naturpark Fichtelgebirge e.V. bieten sich dem Projekt zwei attraktive Untersuchungsgebiete. Hier wird Arne Schwietering anhand von häufig begangenen illegalen Touren in Schutzgebieten die Auswirkungen der angewandten Best Practice Beispiele zur Informationsweitergabe untersuchen.

„Viele Sportler wissen gar nicht, wie viel Schaden sie anrichten, wenn sie Wildtiere im Winter stören. Andere hingegen suchen die vom Aussterben bedrohte Pflanze und pflücken sie für ihr Herbarium und beides muss berücksichtigt werden“, sagt er.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in weiteren Schutzgebieten den nachhaltigen Tourismus fördern. Dafür notwendige Informationen werden über eine von Digitize the Planet e.V. betriebene Datenbank frei verfügbar gemacht und so aufbereitet, dass Outdoorplattformen die Daten automatisiert implementieren können. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen werden die globale Relevanz der Thematik aufzeigen und mögliche Lösungen in die internationale Forschung einbringen.

Das Projekt ist offen für Kooperationen. Daher werden zu Beginn des Projektes  Expert*innen und weitere Interessierte über Workshops integriert, um so auch das Vorgehen kritisch zu reflektieren und weitere Kooperationspartner*innen zu gewinnen.

„Wir freuen uns, mit dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen bewussten Nutzung sensibler Lebensräume zu leisten und die Entwicklung im Bereich der digitalen Tourenplanung proaktiv und wissenschaftlich zu begleiten“, sagt Lina Wansel, Vorsitzende der VAUDE Sport Albrecht von Dewitz Stiftung, welche das Projekt gemeinsam mit der Oberfrankenstiftung und der Rainer Markgraf Stiftung fördert.

(c) Foto: Arne Schwietering

Quelle: Pressemitteilung Universität Bayreuth

Thema Nachhaltigkeit und ökologischer Bergsport

Ziel…

der Nachhaltigkeitsoffensive der Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins ist, die eigenen Abläufe und Geschäftstätigkeit nachhaltiger und ökologischer zu gestalten, sodass die Sektion im Jahr 2021 möglichst klimaneutral tätig ist. Diese Erkenntnisse sollen übertragbar gemacht werden, sodass ein möglichst großer Kreis von den Ergebnissen profitieren kann.

Da die Arbeit der Sektion viele unterschiedliche Bereiche umfasst, wird in diesem Fall auf eine Unterstützung durch externe Experten zurückgegriffen. Die Albrecht von Dewitz Stiftung wird diese Arbeit unterstützen, um die Bearbeitung aller Themen, wie z.B. Betrieb der Kletterhalle, Sektionsausfahrten, Gastronomiebetrieb in Halle und Hütte etc. möglich zu machen.

Für den Geschäftsführer Michael Turobin-Ort ist es selbstverständlich, dass sich die Sektion nun umfassend mit der Nachhaltigkeit für den gesamten Verein beschäftigt und nicht mehr nur als Ansprechpartner für ökologische Themen zur Verfügung steht. „Da aber auch das eigene Handeln wesentlicher Bestandteil eines nachhaltig denkenden Vereins sein sollte, hat der Vorstand der Sektion Allgäu-Kempten beschlossen, die wesentlichen Vereinsaktivitäten unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu prüfen. Unter Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang insbesondere die ökologische, soziale, wirtschaftliche aber auch kulturelle Nachhaltigkeit verstanden“, erklärt Turobin-Ort die Motivation für die Umsetzung des Projektes.

Das Vorhaben wird über 2 Jahre angelegt sein und wird durch die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Alpenvereins unterstützt, da das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch auf die Agenda für den gesamten Alpenverein gesetzt wurde.

Über die Veranstalter – Sektion Allgäu Kempten des Deutschen Alpenvereins

Die Sektion Allgäu-Kempten ist mit über 20.000 Mitgliedern eine der größten Sektionen im Deutschen Alpenverein und der größte Verein in Kempten. Als gemeinnütziger Verein kümmert sich die Sektion Allgäu-Kempten neben seinen bergsportlichen Aktivitäten auch um den Erhalt und Schutz der Alpen.

Mehr Infos unter: www.dav-kempten.de

Thema Nachhaltigkeit und ökologischer Bergsport

Ziel…

der „Allgäuer Alpen CleanUP Days 2019“ war es, Aufklärungsarbeit über nachhaltiges und plastikfreies Bergsteigen zu leisten und Aufmerksamkeit für dieses Thema zu kreieren. Hierfür wurde sowohl eine Aufräumaktion der Allgäuer Alpen als auch eine Messe rund um das Thema Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Bergsteigen organisiert.

Die Albrecht von Dewitz Stiftung war zusammen mit VAUDE als einer der Hauptsponsoren vertreten und konnte so zur Aufklärung und Schaffung eines nachhaltigen Bewusstseins beitragen.

 

Rund 300 angemeldete Teilnehmer sammelten laut Veranstalter innerhalb weniger Stunden 1 Tonne Müll und tauschten sich anschließend im Rahmen der Messe in der Alten Weberei in Kempten zu verschiedenen Nachhaltigkeits- und Umweltthemen aus. Hier waren sowohl regionale als auch überregionale Aussteller von Kunst, nachhaltiger Mode sowie ökologischen Lebensmitteln vertreten. Auch die Vorträge, die über den Tag verteilt stattfanden, konnten viele wichtige Themen rund um plastikfreien Konsum, Recycling und Umweltschutz abdecken.

 

Über die Veranstalter – PATRON Plasticfree Peaks

ACT - CREATE - EDUCATE. Das sind die drei Säulen der #plasticfreepeaks - Bewegung. Über die CleanUP-Days (ACT) und "less plastic" Schulworkshops (EDUCATE) konnten sie nach eigener Aussage „tausende Menschen bewegen“. Mit dem PATRON – eine in Europa produzierte Lunchbox – wollen sie „neue Maßstäbe in nachhaltigem Produktdesign setzen“, so ihr Vorhaben.

Mehr Infos unter: www.plasticfreepeaks.com

VAUDE Sport Albrecht von Dewitz Stiftung
Vaude Str. 2
88069 Tettnang

Bleiben Sie in Kontakt